Da Hintergrundspunkte nicht geschenkt sein sollen, hier ein kleiner Auszug: << Konrad Koenig - eine Einführung in die Bordellologie, Auszug aus Kapitel 6: Grünhemden als Ware [...] Sollte das [automatische Erscheinen eines Wachhabendens in Ihrem Etablissement] jedoch ausbleiben, so sollten Sie aktiv werden - wenn nicht bei Ihnen, so wird ein Solcher [Wachhabender] dann doch zumindest generell in Ihrer Gegend aktiv Orte besuchen. Versuchen Sie insbesondere herauszufinden, wo sie einkehren - das erste Gespräch sollte nach Möglichkeit ungezwungen sein, also nicht gerade, wenn der Wachhabende gerade ein fremdes Etablissement inspiziert. Ideal wäre es beispielsweise, ihn während einer Kaffeepause anzusprechen. Dieses erste Gespräch sollte im Wesentlichen zwei Ziele haben, zum Einen, sich lediglich vorzustellen, zum Anderen, einen Termin für ein weiteres Gespräch zu finden - Hast ist hier nicht nötig. Sollte der Wachhabende bereits Ihre Absicht erkennen, sollten Sie aber auch schon zum Thema kommen. [...] Nun gibt es jenen Typ Grünhemd, der sich selbst als "ehrlichen Cop" bezeichnen würde. Das tut er aus genau einem Grund und der ist, dass er es nicht besser weiß. Merke - bestechlich ist jeder, die Frage ist nur der Preis. Bei solchen Personen ist es jedoch nicht ratsam, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, seien Sie subtil, geben Sie ihm erst einmal kleine "Häppchen" und steigern Sie diese. Geben Sie sich als ein guter Freund des Gesetzes aus der dessen starken Arm gerne hin und wieder fördert. Eine sehr gute Einstiegsmethode, gerade wenn Sie den Wachhabenden in der Kaffeepause angesprochen haben, ist es, Ihm Geld so aufzudrängen, dass er es nicht ablehnen kann - setzen Sie sich zu dem Wachhabenden an den Tisch und bestellen Sie etwas (einen Kaffee)*. Überschlagen Sie den Preis für das, was der Wachmann zu sich nimmt und den Kaffee und halten Sie entsprechenden Betrag mitsamt einem ordentlichen Trinkgeld (Sie wollen großzügig wirken) bereit und sobald der Kellner mit der Rechnung kommt bezahlen Sie diese noch bevor der Wachhabende Einspruch erheben kann. Lassen Sie sich nicht dadurch narren, dass Sie gerade einmal einen Bruchteil einer üblichen Bestechung bezahlt haben, es geht darum, den Wachhabenden auf den Geschmack zu bringen. Fragen Sie ihn weiterhin nach seinen Hobbies, machen Sie sich später über Selbige schlau und geben vor, sich dafür zu interessieren. Haben Sie zufällig einen wertvollen Gegenstand aus dem Bereich des Hobbies den Sie "nicht mehr brauchen" und deswegen dem Wachhabenden einen Freundschaftspreis machen können - bedenken Sie die Einfachheit dieser Idee, Sie bestechen ihn obwohl technisch gesehen er Ihnen Geld gibt. Die Hemmschwelle für ihn ist dadurch um einiges niedriger. [...] Eine ganz andere Art ist der Möchtegern-Mafioso unter den Wachhabenden. Er ergreift die Initiative, taucht in Ihrem Etablissement auf und droht Ihnen mit allerlei Scherereien. In seiner Vorstellung ist er der Stärkere der Ihnen die Bedingungen aufdrückt. Tun Sie alles menschenmögliche, um ihn in dieser Vorstellung zu bekräftigen. Niemand ist leichter zu manipulieren als der, der glaubt, es nicht zu sein. Der Drang, der Stärkere sein zu müssen, ist an sich ein Signal dafür, dass er Probleme mit seinem Selbstwertgefühl hat. Auf diesem Problem gilt es nun geschickt drauf rumzutrampeln. Finden Sie subtil seine Schwächen heraus, geben Sie sich als ein Freund und bohren Sie langsam aber kontinuirlich. Beschwichtigen Sie diese Schwäche - sagen Sie, wie unbedeutend Sie die Schwäche finden und betonen Sie gleichzeitig unterschwellig, wie bedeutend sie für die Gesellschaft ist. Dadurch werden Sie zu seinem besten Freund und alle anderen, die ihn für die Schwäche verachten, zu seinem Feind. Insbesondere die anderen Wachhabenden soll er als Feinde, Konkurrenten, Neider, Lästerer betrachten sodass in seiner Vorstellung nicht er sie verrät sondern sie ihn schon längst verraten haben und er das nur mit gleicher Münze zurückzahlt. [...] In eingen Fällen trifft man auf ein Team von Wachhabenden. Finden Sie zunächst heraus, ob das Team fest ist oder ständig wechselt. [...] Haben Sie es mit einem moralisch heterogenen permanenten Team zu tun, so finden Sie heraus, ob der Wachhabende, den Sie leicht bestechen können, stark genug ist um den Anderen mitzuziehen. Ist das nicht der Fall, überlegen Sie, ob er es zulässt, wenn sie ganz offen vor ihm den Anderen manipulieren oder ob Sie die beiden lieber seperat bearbeiten wollen. Falls Letzteres zutrifft, schaffen Sie aktiv Gelegenheiten (...) [...] Viele rufen nun aus: "Warum mache ich das Ganze?" In ihrer Vorstellung ist das Bestechen so wie bereits erwähnt in der Vorstellung des Möchtegern-Mafiosos - sie sind die Schwächeren und der Bestochene der Stärkere. Denken Sie vor allem an Eines, für Sie ist die Summe der Bestechung eine Peanut-Summe - der Bestochene kommt sich fürstlich bezahlt vor, Ihnen bringt eine einzelne Dame pro Nacht jedoch mehr ein. Was Sie bekommen, wenn Sie es richtig angehen, sind Informationen - die einen unschätzbaren Wert haben können. Wenn Sie sich auf andere Geschäfte ausweiten wollen, sind diese das ideale Tor aber auch generell sind Informationen letztendlich Gelegenheiten. Wann lasse ich es ruhiger angehen, wann kann ich offen dies und das machen, bei wem muss ich aufpassen, bei wem nicht, hat ein Konkurrent eine Schwäche... Sehen Sie den Wachhabenden als Mitarbeiter an. Sorgen Sie dafür, dass er sich so fühlt - Sie sind die Person, die ihn wirklich bezahlt (selbst wenn Sie weniger zahlen als er regulär verdient!), Ihnen gebührt seine Loyalität. Einem normalen Mitarbeiter bezahlen Sie mehr, der Unterschied ist, dass dieser konstante, einfache Leistungen bringt während der Wachhabende ab und zu unter Umständen sehr wertvolle Beiträge liefert. Sehen Sie ihn auch ein wenig wie eine Versicherung an - eine Versicherung ist unnütz solange alles gut läuft. Das ist der Wachhabende für Sie nicht aber ich denke, der Gedanke ist klar. [...] Haben Sie den Wachhabenden dann gut unter Kontrolle, wieso ihm nicht eine "Gehaltserhöhung" anbieten? Dafür muss er natürlich dann ein wenig mehr machen, namentlich Aufträge erledigen. Ein Mädchen ist weggelaufen? Wer wäre idealer dafür geeignet, es wieder zu fangen als jemand mit den Möglichkeiten des Gesetzes? Sie haben das Mädchen danach zu grob angepackt und sie muss zum Arzt weil sie "die Treppe runter gefallen" ist? Beruhigen Sie das Gewissen des Arztes indem Sie ihren Wachhabenden das Mädchen abliefern lassen. Ein Sedativhändler macht Probleme, sagen wir durch zu hohe Preise für mindere Qualität? Warnen Sie seine Kollegen mit einer gezielten Verhaftung. Wie Sie sehen, die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. [...] * Aufgrund Ihrer kainitischen Natur können Sie diesen zwar nicht trinken, das macht aber nichts - keinen Beteiligten interessiert es wenn er danach noch kalt und ungetrunken auf dem Tisch steht. >> Neben dem Schmieren des lokalen Bullens bin ich auch generell daran interessiert, Kontakt mit dem organisierten Verbrechen aufzunehmen, nur eben nicht in einer so nützlichen Beziehung vorerst - es geht eher darum, die wichtigsten Personen herauszufinden. Jonas Feindschaft mit der Mafia dürfte sich doch ganz gut ausnutzen lassen - sobald der Mob seinen Kopf verliert (bzw. der Kopf seinen Kopf) braucht er einen Neuen. Gerade der Handel mit "Medizin" wäre doch eine interessante Geschäftserweiterung. Und sollte der Sabbat die Oberhand gewinnen, wäre ich nicht mehr auf die Damen als Kontakt angewiesen wenn ich mich auf den Handel mit "Stöcken" ausgeweitet hätte. Oh und eine gute Quelle für neue Damen aus exotischen Ländern lässt sich über den Handel mit "Kohle" auch eröffnen